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Zuchtanlage + Erfolge






 

 
1974 Beginn der Rassekaninchenzucht

So fing alles an!

Ein rasseloses Kaninchen in wildgrauer Farbe ähnlich dem grauen Wiener wurde für unseren Sohn 1973 von der Oma gekauft. An diesem Tier hatten wir sehr schnell unsere Freude gefunden und erwarben noch ein zweites dazu.
Im Laufe des Sommers wuchsen und gediehen die beiden Tiere prächtig.
Es stand ein geräumiger Stall als auch ein entsprechender Auslauf zur Verfügung, so dass die Bewegung in ausreichendem Masse gesichert war.
Eines Tages haben wir beobachtet, wie sich die beiden näher gekommen sind, und in vier Wochen hatten wir neun Jungtiere im Nest. Nach diesem Ereignis wurde der Stall erweitert um alle unter zubringen.
Um die entsprechenden Informationen über die Tiere und deren Haltung zu bekommen, habe ich mir die Fachzeitung DKZ als Probeexemplare besorgt. In einer dieser Ausgaben waren auf der Titelseite die
Deutschen Widder schwarz
abgebildet, und ab dieser Zeit war für mich klar, dass ich diese Rassen in Zukunft züchten will.
Im Frühjahr 1974 habe ich dann die ersten Deutschen Widder schwarz als Jungtiere gekauft, die damals noch per Bahn verschickt wurden. Zugleich wurde ich Mitglied in der Organisation der Rassekaninchenzüchter. Zufällig war in meiner Nähe ein Züchter mit dieser Rasse und dem gleichen Farbenschlag, den ich öfter besuchte um einige Erfahrungen auszutauschen.
Die Tiere waren frohwüchsig und gesund, jedoch lies der Rassewert einige Wünsche offen, was sich bei der ersten Ausstellung auch in der Punktezahl bemerkbar machte.
Mit dieser Erkenntnis ergab sich eine Vielzahl von Fragen und die Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Rasse, die bis heute noch nicht abgeschlossen wurde und immer weiter gehen wird.



DW-schwarz 1974-1992




Stallansicht






Wurfbox






Zuchtverfahren

Am Anfang einer Rassekaninchenzucht ist es sehr wichtig, dass eine entsprechende Stallanlage zur Verfügung steht, denn dies ist ein wesentlicher Beitrag zum Erfolg in der Zucht.Ob es ein Außen- oder Innenstall ist, soll nicht die große Diskussion sein, sondern dieser muss tiergerecht bezüglich der Größe, Sauberkeit und entsprechenden Schutz vor Eindringlingen aufweisen und vor allem in die Landschaft passen, damit die Nachbarn nicht gestört werden. Bei einer entsprechenden Größe der Stallanlage ist eine Baugenehmigung erforderlich.


Innenstall mit 48 Einzelboxen

Zur Verbesserung dieses Farbenschlages wurden einige Fachbücher gelesen und studiert, um die Vererbungslehre in die Praxis umzusetzen. Der Kontakt zu denZüchterkollegen war sehr wichtig, denn sie haben eine jahrelange Erfahrung in der Zucht. Aus diesem Anlass bin ich in den Widderclub eingetreten und habe den Zuchtfreund Paul Hübner kennengelernt, der mir sehr viele nützliche Tips gab, die zur Verbesserung geführt haben. In dieser Rasse waren in den Jahren 1975 bis 1980 wenige gute Tiere mit hohem Rassewert zu kaufen, da der Farbenschlag wenig verbreitet war. Aus dieser Gegebenheit habe ich die Linienzucht und sogar die Inzucht angewandt und bin dabei bestens gefahren. Beim Aufbau einer Zucht, bei der keine perfekten Ausgangstiere zur Verfügung stehen, ist für die Weiterzucht eine strenge Selektion unumgänglich. Bei der großen Rasse war das Problem, dass das Gewicht von Generation zu Generation immer geringer wurde. Um diesen Mangel in den Griff zu bekommen habe ich auf Empfehlung 0,1 DW-grau eingekreuzt, und das hat positive Wirkung gezeigt: die Gewichtsprobleme, die Behanglänge und vor allem die Körperform konnte wesentlich verbessert werden. Die Tiere aus der Paarung waren eisen-grau und schwarz. In der nächsten Generation wurden diese Tiere wieder verpaart, und dabei kamen zum großen Teil nur noch schwarze Tiere mit guten Rassenmerkmalen und hoher Bewertung hervor. Mit dieser Methode wurde eine sehr erfolgreiche Zucht entwickelt, die den Farbenschlag der DW -schwarz an die grauen herangeführt hat. Im Laufe der Jahre haben einige Züchter mit diesem Farbenschlag begonnen, aber nur wenige mit Ausdauer weiter gezüchtet, weil die Schwierigkeiten anscheinend zu groß waren um den entsprechend Erfolg zu bekommen.
Ein Zuchtfreund aus dem hohen Norden -Wolfgang Jensen- ist einer derer, der niemals aufgibt und der Rasse treu bleibt. Zum Jahresende 1992 habe ich dann die Rasse gewechselt, da die Tiere wegen des hohen Gewicht und der Größe nicht mehr zu verwerten waren . Es gab keine große Überlegung: Es müssen wieder Widder sein im schwarzen Fell Deutsche-Klein-Widder- schwarz. Zum Aufbau der neuen Zucht wurden Tiere aus dem Bundesgebiet gekauft und mit allen Vorzügen und Fehlern in dieser Rasse.


Nachzucht DKL. Widder schwarz

In der ersten Nachzucht konnte ich sehen, wie experimentierfreudig die Züchter in dieser Rasse sind: es gab Graue, Schecken, eisengraue und schwarze in unterschiedlicher Körperform und Gewicht, die nur teilweise bedingt waren für die Weiterzucht.
Im Zuchtverfahren wurde eine strenge Selektion nach dem äußeren Erscheinungsbild der Tiere zum Standard durchgeführt. Nach drei Generationen haben die Tiere wieder den hohen Standard erreicht, und ich konnte in Nürnberg wieder Bundesmeister werden. Mit diesem Erfolg haben sich meine Tiere in alle Richtungen der Republik verteilt und wurden weiter gezüchtet. Als Züchter empfehle ich, sich auf den Großschauen (Landes-,Bundes-und Europaschauen) zu beteiligen, damit die Tiere zur Konkurrenz stehen und der Züchter sieht, wo der Nachhohlbedarf besteht.

Siegerhäsin 97,0 P in Elbingerode

Die Zuchtanlage

Umfang und Größe der Stallung

6 Wurfboxen in Betonfertigteile auf Stroheinstreu, Größe 125 x 70 cm. Am Ende der Zuchtperiode werden diese in 12 Einzelboxen umgebaut.
34 Einzelboxen in Betonfertigteile mit mechanischer Schwemmentmistung und Wasserspülung Eigenbau.


Boxenreihe nur 2 Etagen

Für die wöchentliche Entmistung der 34 Boxen benötigte ich im höchst Fall zwanzig Minuten mit Wasserspülung die von der Blechdachfläche über einen Tank mit Pumpe eingespeist wird.


Nistkasten zum Wurf

Stallböden
Kunststoffroste 85 x 75 cm
Höhe = 55 cm

Innenwände
Spanplatten mit Fliesen belegt

Fronttüren
Stabile Holzrahmen mit punktgeschweißten Gitter 25 x 25 mm

Futternäpfe und Tränken
aus Edelstahl

Keine Heuraufen wegen der Verletzungsgefahr


Kunststoffrost mit Edelstahlnapf
Wände gefliest

Fütterung
Es wird über das ganze Jahr nur trocken gefüttert.
Zweimal täglich: frühs und abends

Abends werden Pellets mit Sondermischung ca. 3 % vom Lebendgewicht der Tiere verabreicht. Morgens nur Heu und dazu frisches Wasser mit Apfelessigbeigabe ca. 100 ml / 10 Ltr.
Über die Tränke wird auch von Zeit zu Zeit eine Kokzidienkur verabreicht.

In der Regel haben die Tiere nach 7 Monaten das Gewicht von über 3,0 kg und das ist ausreichend.


Häsin mit Jungtieren im
Wurfstall auf Stroh

Ab der 8. Woche werden die Jungtiere getrennt in Boxen gesetzt auf Roste und dabei wird die erste Selektion durchgeführt.

Bei der Auswahl zu den Ausstellungstieren wird als erstes Position die Körperform beachetet, denn diese ist das A + O, als zweites die Fellqualität. Die Rassenmerkmale Kopf und Behand sind bei den Tieren schon sehr gut. Leider zeigt sich die Farbe erst mit der Umhaarung zum Winterpelz ob diese mit weißen Haaren durchsetzt ist.


Häsin mit Jungtieren

Der Züchter ist Mitglied in der 


Arbeitsgemeinschaft der Widderzüchter

 


Antrieb der Schwemmanlage von Hand über Seilzug und Kurbel


Zuchterfolge

Zuchterfolge mit meinen
Deutschen Widder Schwarz und
Deutschen Klein-Widder Schwarz

Bundesmeister 1980
14. Bundes - Schau Hannover
Vize - Europa Meister 2000
        In Wels Österreich
Bundesmeister 1982
15. Bundes - Schau Stuttgart
Mehrfacher Bayrischer Landesmeister
Bundesmeister 1987
18. Bundes - Schau Stuttgart
   Vize Deutscher Meister 2005
   27. Bundes - Schau in Nürnberg
Deutscher Meister 1990
19. Bundes - Schau Stuttgart
   Bay.Hauptclubmeister 2008
Deutscher Meister  1991
20. Bundes - Schau Nürnberg
   Bundessieger  2011  in  Erfurt
Deutscher Meister  1999
24. Bundes - Schau Essen
  Bayrischer Landesmeister  2014
Deutscher Meister 2001
25. Bundes - Schau Nürnberg
  Bayrischer Landesmeister  2016

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